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Mikroplastikfilter für Waschmaschinen

Meine letzte Waschmaschine habe ich vor über 20 Jahren gekauft bzw. war sie ein Geschenk meiner Eltern (damit ich nicht auf die Idee komme, meine Wäsche vorbeizubringen 😏). Nach langen Jahren im Dauereinsatz (siehe auch Stoffwindeln - Eine vollständige Kostenaufschlüsselung) musste nun eine neue angeschafft werden und dabei bin ich auch auf das Thema Mikroplastikfilter aufmerksam geworden.

Nach kurzer Sichtung habe ich mir das Teil, dass ich im Gegensatz zur Waschmaschine im lokalen Fachhandel nicht finden konnte, direkt bei Bosch bestellt.

Ich habe mich für dieses Modell (Bosch WMZMPF10) entschieden, weil es zum einen wie meine alte und neue Waschmaschine von Bosch ist und zum anderen, weil es das einzige Modell war, bei dem es keine Folgekosten durch Filterkartuschen gibt (dafür einen knackigen Anschaffungspreis von 165 Euro!)

Dazu kam, dass ich mir nicht wirklich sicher war, ob der Filter wirklich gut funktioniert und ich mir da bei Bosch erhofft habe, dass sie im Interesse ihrer eigenen Reputation keinen Quatsch verkaufen würden.

mikroplastik_filter.jpg

Anschluss

Es liegen alle benötigten Schläuche, Schellen und Zubehör bei. Im Idealfall stellt man den Filter direkt auf die Waschmaschine (Saugnapf-Füße sorgen für den Halt), man kann das Gerät aber auch in mind. 18 cm Höhe über dem Boden daneben stellen.

Der Abflussschlauch der Waschmaschine kommt nun in den Filter-Eingang und der freigewordene Abflussanschluss des Siphon wird mit dem Filter-Ausgang verbunden.

Dazu benötigt man noch eine freie Steckdose, da das Gerät zum Filtern einen kleinen Elektromotor verwendet.

Anschlussdauer: 10min

Schwierigkeitsgrad: einfach

Benötigtes Werkzeug: Schraubenzieher für die Schlauchschellen

Reinigung

Eine Indikator LED leuchtet rot auf, sobald der Filter gereinigt werden muss. Der untere Teil lässt sich wie eine Schüssel herausziehen und dann über einem Mülleimer entleeren. Ein Spatel liegt im Deckel mit dem hartnäckige Reste entfernt werden können. Es geht schnell und sauber vonstatten

Fazit

Ich war überrascht, doch so viel Material im Filter vorzufinden. Neben Plastikpartikeln sind es auch Baumwollfussel, Staub und Waschmittelrückstände

Das folgende Bild ist wenig appetitlich, zeigt dafür gut den Fang nach wenigen Waschgängen:

mikroplastik_filter2.jpg

Da wir im Haushalt doch einiges an Funktionskleidung mit Kunststoff haben, können wir unseren Teil dazu beitragen, weniger (Mikro-)Plastik in die Umwelt zu spülen und entlasten so auch das Klärwerk und die Gewässer.

Von daher kann ich so einen Filter empfehlen, der bisher nur in Frankreich eine Pflichtausstattung bei neuen Waschmaschinen ist.

Langfristiges Ziel ist für mich dennoch, alle Kunststofffasern in Textilien wieder durch Naturfasern wie Merinowolle zu ersetzen.

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Dies ist Post 7 der #100DaysToOffload Challenge