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Ideen zur Reduktion des Heizölverbrauchs für Mieter:innen

Habe ich beim ersten Mal noch 3000l Heizöl für 1800 €, vorletztes Mal für 2500 Euro und letztes Jahr im Dezember für 3000 € gekauft, müsste ich aktuell (16. Oktober 2026 1,70€/l) 5100 € bezahlen. Das erhöht aktuelle Wohnkosten direkt um 175 €/Monat (bzw. im Vergleich zum Zeitpunkt des Erstbezug um 275€) und das Ende der Preissteigerung ist noch nicht erreicht.

Da ich als Mieter in einem älteren Haus mit Ölheizung wohne, fallen für mich die attraktiveren Möglichkeiten aus:

Was ich seit Einzug gemacht habe: Die Soll-Temperatur herruntergeregelt, die Wassertemperatur bzw. die Wassererwärmungszeiten so angepasst, dass wir das Minimum an Öl in einem großen, frei stehenden Haus verbrauchen und natürlich die wenig genutzten Räume mit einem Hygrometer ausgestattet und die Temperatur dort auf das sinnvolle Minimum reduziert.

Daher ist hier wenig bis kein Mieter-Spielraum mehr übrig (Wohnklima, Vermeidung von Schimmel durch Kondensation)

Daher habe ich mich kürzlich auf die Suche nach weiteren Möglichkeiten gemacht und erprobe gerade einige Ansätze auf Basis von strombetriebenen Geräten. Das ist für mich insofern interessant, als ich auch aktuell Mitte Oktober dank Batteriespeicher noch genug kostenlosen Strom durch meine Gartensolar Anlage zur Verfügung habe.

Infrarot Panel Heizung punktuell

Im Homeoffice im EG ist es im Herbst/Winter schnell kalt, vor allem wenn ich viel am Computer sitze. Anstelle wie bisher die Heizung voll aufzudrehen, habe ich mir eine sogenannte IR Schreibtischheizung besorgt.

Im Schnitt bin ich 2 Tage für jeweils 8-10h im Homeoffice pro Woche,

Das verbraucht in der niedrigsten Stufe, die für mich mehr als ausreichend ist, im Schnitt 120 Watt und ist damit sehr genügsam und erlaubt mir, den Raum nicht mehr so stark zu beheizen. Das ist im Nebeneffekt auch besser für die Atemwege.

Bisher hatte ich einen kleinen Heizlüfter mit 2000 Watt Leistung für Kurzeinsätze im Einsatz. Das neue IR Panel verbraucht also nur 6-10% der vom Heizlüfter benötigten Energie.

schreibtischheizung.jpg

Vergleichbare Geräte schaffe ich demnächst auch für andere Räume an, in denen sich nur punktuell Personen aufhalten.

Luftentfeuchter

Ein mit Propangas Kompressor betriebener Luftentfeuchter kann die Luftfeuchtigkeit ohne zu starkes Heizen oder langes, den Raum abkühlendes Lüften sehr gut senken und hat sogar einen Wäschetrockner Modus.

Die Idee hier ist also, dass z.B. nach dem Duschen nur noch kurz gelüftet wird und dann nicht mehr so stark hochgeheizt wird. Stattdessen wird der Luftentfeuchter aktiviert und sorgt für ein gesundes und angenehmes Raumklima. Ich habe mir ein Modell von Trotec (TTK 33 E) angeschafft, das sich nun im Praxistest beweisen muss.

Ich berichte hierzu wieder, wenn ich mehr Erfahrung sammeln konnte

Weitere Möglichkeiten

Ein-Raum-Wärmepumpen/Klimaanlagen können die größten Wohnräume komplett und sehr energieeffizient beheizen. Der Haken: Es braucht ein Rohr nach draußen bei Monoblocks und auch noch eine Aufhängung des Außenteils bei Splitgeräten.

Sei es ein Mauerdurchbruch oder ein spezielles Fenster mit abgedichtetem Lochausschnitt: Das machen die Vermieter sicher bei Eigeninvestition und handwerklich professioneller Umsetzung mit, ist mir aber aktuell noch eine Nummer zu gewagt.

Da ich günstig und sinnvoll an Strom ran komme, aber nicht mehr an Einmal-Verbrenn-Stoffe wie Öl (was ja auch im Sinne der Nachhaltig so gut wäre), ist es dennoch eine mittelfristig interessante Option, die ich, auch wegen der heftigen Hitzeperioden zur Kühlung weiter im Kopf behalten werde.

Wer sich so ein Gerät mal anschauen möchte: Mitsubishi MSZ-RZ hat bei Stiftung Warentest (05/26) eine 2.0/Gut Bewertung erhalten.

Fazit

Kosten

  • Infrarot Heizpanels gibt es ab 40 Euro
  • Funktionierende Luftentfeuchter mit Kompressor und Kältemittel ab 100 Euro (die einfachen Geräte entfeuchten leider im Vergleich zum Stromverbrauch viel zu schwach)
  • Ein Raum Wärmepumpen/Klimaanlagen gibt es von 700 - 3000 Euro (je nach Raumgröße) + Kosten für Bohrung und Abdichtung für den Schlauch zwischen Innen- und Außenteil.
  • Fossile Brennstoffe sind bereits zum Zeitpunkt des Artikels deutlich teurer, so dass sich jede der Investitionen sehr schnell amortisiert.

Finale Gedanken

Auch als Mieter (vor allem mit Zugriff auf den Heizkessel) lässt sich dank Balkon- oder Gartensolar in Kombination mit energiesparsamen Zusatzgeräten einiges an fossilen Brennstoffen und damit bares Geld einsparen.

Wer sich eine Wärmepumpe anschaffen kann, möge dies unbedingt tun, um sich von den fossilen (Kriegs-) Energie zu lösen, die neben der Verschlechterung unser aller zukünftiger Lebensgrundlage auch eine gewichtige Rolle in den meisten Diktaturen und Konflikten auf der Welt spielen (siehe Interview mit Michael Blume: „Erneuerbare sind Friedensenergien“)

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Dies ist Post 10 meiner #100DaysToOffload Challenge